Tour de France Ausstellungen – mehr als 20 Jahre analoge Schwarzweiß-Fotografie von Nicola Mesken.
Ein kultureller Moment zum Grand Départ
Tour de France Ausstellungen mit analoger Fotografie von Nicola Mesken.
Im Frühjahr 2017, als sich Düsseldorf darauf vorbereitete, den Grand Départ der Tour de France auszurichten, wurde ich eingeladen, an der internationalen Gruppenausstellung „Mythos Tour de France“ im NRW-Forum Düsseldorf teilzunehmen. Die von Alain Bieber kuratierte Ausstellung lief vom 19. Mai bis 30. Juli 2017 und vereinte mehr als 120 Werke von 20 internationalen Künstlern, die über 80 Jahre Tour-Geschichte abdeckten. Zu den vertretenen Namen gehörten einige der bedeutendsten Fotografen der Radsportfotografie, darunter Robert Capa, Andreas Gursky, Harry Gruyaert, Guy Le Querrec, Bruno Barbey und Graham Watson.
Ein Meilenstein über das Museum hinaus
Die Tour de France Ausstellung in Düsseldorf markierte einen Wendepunkt: Sie stellte meine Arbeit in einen Dialog mit einigen der bedeutendsten Fotografen der Tour de France und machte Allez le Tour zugleich einem breiteren Publikum zugänglich. Ihre Wirkung reichte dabei über den Ausstellungsraum hinaus und setzte sich in der Stadt fort. Das Tour Düsseldorf (https://25hours-hotels.com/duesseldorf/das-tour/), ein fahrradinspiriertes Hotel in Düsseldorf, erwarb Exemplare meines Buches für seine Gästezimmer und verankerte die Arbeit so im Kontext der städtischen Radsportkultur, wo sie auch im Alltag erfahrbar wurde.
Allez le Tour: Ein erster öffentlicher Auftritt
Für mich markierte die Tour de France Ausstellung in Düsseldorf einen entscheidenden ersten Schritt. Zum ersten Mal wurde mein Projekt Allez le Tour in einem derart renommierten institutionellen Rahmen öffentlich gezeigt. Vierzehn Jahre meiner analogen Schwarz-Weiss-Fotografie, von 2005 bis 2018, wurden in chronologischer Reihenfolge präsentiert, mit jeweils vier Arbeiten pro Jahr. Meine Arbeit rückte die Perspektive der Zuschauer in den Mittelpunkt — ihre Rituale, Gesten und ihre Präsenz entlang der Strecke — und setzte damit einen menschlichen Gegenpol zu den oft monumentalen Darstellungen des Rennens.
Die Ausstellung fiel zudem mit der Veröffentlichung meines ersten Buches zusammen, das Arbeiten von 2005 bis 2016 vereint. Präsentation und Publikation im NRW-Forum gaben dem Projekt erstmals eine greifbare Form über den Ausstellungsraum hinaus und markierten seine Etablierung als langfristiges kulturelles Dokument der Tour de France.
„Nach der ersten öffentlichen Präsentation in Düsseldorf im Jahr 2017 wurde Allez le Tour 2019 erneut in einer grossen Ausstellung in den Les Halles Saint-Géry in Brüssel gezeigt.“
Brussels
Les Halles Saint Gery, Belgien
Tour-de-France-Fotografie im Herzen von Brüssel
Vom 4. Juli bis 25. August 2019 bespielte Allez le Tour die historischen Les Halles Saint-Géry in Brüssel mit einer gross angelegten Ausstellung, die sowohl Radsportbegeisterte als auch ein kunstinteressiertes Publikum ansprach. Im zeitlichen Zusammenhang mit dem Grand Départ der Tour de France, der am 6. Juli 2019 in Brüssel stattfand, entwickelte sich die Ausstellung zu einem kulturellen Höhepunkt des Sommers in der belgischen Hauptstadt.
In Zusammenarbeit mit Cyril Meniolle de Cizancourt, dem damaligen Direktor der Les Halles Saint-Géry, zog die Ausstellung während ihrer dreimonatigen Laufzeit rund 8.000 Besucher an. Das Gebäude selbst – ein denkmalgeschützter, überdachter Markt aus dem späten 19. Jahrhundert – bildete einen eindrucksvollen architektonischen Rahmen für die Fotografien und verband kulturelles Erbe mit der lebendigen Geschichte der Tour de France.
Tour de France Ausstellunge zeigt 14 Jahre analoger Schwarz-Weiss-Fotografie von Nicola Mesken.
Die Tour de France Ausstellung zeigte die analoge Schwarz-Weiss-Fotografie von ALLEZ LE TOUR und zeichnete mein Projekt Allez le Tour von seinen Anfängen im Jahr 2005 bis 2018 nach. In chronologischer Reihenfolge begegneten die Besucher vier Arbeiten pro Jahr, die gemeinsam eine visuelle Erzählung von vierzehn Jahren entlang der Strecke des bekanntesten Radrennens der Welt formten.
Zur immersiven Wirkung trugen grossformatige Prints mit einer Grösse von 200 × 160 cm bei, die eindrucksvoll von den Wänden der Les Halles hingen. Diese monumentalen Arbeiten verliehen der Ausstellung eine besondere räumliche Präsenz und Atmosphäre, die die Dimension des Rennens widerspiegelte, während die kleineren Prints intime Einblicke in Gesichter, Gesten und Momente der Zuschauer am Streckenrand ermöglichten.
Über die Ausstellung hinaus
Wie bereits bei der Ausstellung in Düsseldorf 2017 war auch in Brüssel das begleitende Allez le Tour-Buch erhältlich. So konnten Besucher einen Teil der Erfahrung mit nach Hause nehmen und die Erzählung der Ausstellung über ihre räumlichen Grenzen hinaus weiterführen.
Die Ausstellung in Brüssel zeigte die anhaltende Wirkung von ALLEZ LE TOUR!: Ein Projekt, das in der analogen Tradition der Fotografie verwurzelt ist und zugleich von der gegenwärtigen Energie der Radsportkultur lebt. Indem die Arbeiten im Zentrum der Stadt während des Grand Départ präsentiert wurden, entstand ein besonderer Moment, in dem Sport, Kunst und urbanes Leben zusammenkamen — und in dem die Zuschauer, die im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen, eine besondere Aufmerksamkeit erhielten.
Mein Dank gilt allen, die diese Ausstellung möglich gemacht haben.